Karima Shabrang
Berlin
geboren 1985 – dem Jahr 1365 des persischen Sonnenkalenders – in der afghanischen Provinz Badachschan, studierte persische Sprache und Literatur an der Universität von Kabul. Im Anschluss arbeitete sie einige Zeit als Journalistin für Zeitungen und audiovisuelle Medien in Afghanistan. 2010 wurde ihre erste Gedichtsammlung Farasuy-e Badnami (dt: „Jenseits der Verrufenheit“) vom afghanischen Schriftstellerverband veröffentlicht, die sofort den Zorn der Mullahs auf sich zog. Es folgten vier weitere Gedichtsammlungen, die sich gleichfalls durch feministische Themen, die Verteidigung weiblicher Freiheit und einen offenen Umgang mit weiblicher Erotik auszeichnen. Die Lyrikerin wurde in der Folge des Unglaubens bezichtigt und in ihrer Heimat mit dem Tode bedroht. 2018 flüchtete sie in die Türkei, seit 2022 lebt sie im Exil in Berlin. 2025 erschien der arabisch-deutsche Lyrikband Ich atme Erde, sprach Regen, der im Rahmen ihres Schutzaufenthalts beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD entstand.
