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Weiter Schreiben - Interventionen > Nach den Schuhen fragt niemand | Museum der Dinge, Oktober 2025

Nach den Schuhen fragt niemand | Museum der Dinge, Oktober 2025

© Juliette Moarbes

Nach den Schuhen fragt niemand, schreibt Daryna Gladun an Asal Dardan. In ihrem Briefwechsel im Programm Weiter Schreiben tauschen sie sich über Gegenstände aus, die für sie große, auch ungeahnte Bedeutung gewonnen haben, im einen Fall durch Flucht, im anderen durch Migration der Eltern.

Die Autor*innen der literarischen Interventionen im Werkbundarchiv - Museum der Dinge, Awadalla (Ägypten), Zmicier Vishniou (Belarus) und Mahtab Yaghma (Iran), haben individuell Erfahrungen damit gemacht, wie das Leben im Exil den Blick verändert – so auch den Blick auf einzelne Gegenstände.

Im Vorfeld der literarischen Interventionen machten sie sich mit der Sammlung des Werkbundarchiv - Museum der Dinge vertraut und ließen sich von Objekten inspirieren und schreibe dazu persönlich, essayistisch, poetisch.

Während der literarischen Interventionen, die direkt im Ausstellungsraum performt wure, traten Text und Objekt in ein Gespräch, verwandelten einander, erschienen in neuem Licht.

Lesen Sie hier die Texte der Autor*innen: 

Mit den Worten eines hochgeschätzten Pferdes von Zmicier Vishniou

Bei Empfang und bei Verlust von Awadalla

Frankfurter Küche von Mahtab Yaghma

Die Texte waren im Original  zu hören, Melika Foroutan las die deutsche Übersetzung. Dazu gab es einen musikalischen Beitrag von Ali Hasan.

Das Booklet mit allen Texten und Infos zu den Autor*innen hier im Download.

Cover des Booklets zur Weiter Schreiben Intervention "Nach den Schuhen fragt niemand" im Museum der Dinge

Awadalla (1985, Ägypten) ist Autor*, Historiker* und transdisziplinärer Künstler*. Awadalla entwirft durch queere und dekoloniale Methoden neues Wissen. Das Werk umfasst Text, Performance und visuelles Erzählen. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien; der dokumentarische Kurzfilm „Queer Exile“ (2024) wurde auf internationalen Filmfestivals gezeigt.

Zmicier Vishniou (1973, Belarus) studierte Journalismus und Literaturkritik, arbeitete u.a. als Literaturberater im Verband belarussischer Schriftsteller. Er veröffentlichte neun Bücher auf Belarussisch; „Das Brennnesselhaus“ erschien 2014 auf Deutsch (luxbooks). Er beteiligte sich an der Literaturbewegung Bum-Bam-Lit. Bis zur Schließung auf staatlichen Druck hin leitete er den Verlag Halijafy.

Mahtab Yaghma (Iran) ist Dichterin, Songwriterin und Frauenrechtsaktivistin. Sie veröffentlichte in Iran unter staatlicher Kontrolle zwei Gedichtbände. Aufgrund der Zensurerfahrung teilt sie ihre Texte seit 2017 nur noch in den sozialen Medien. 2019 half sie, Proteste in Iran mitzuorganisieren, 2020 emigrierte sie in die Türkei, 2024 nach Deutschland.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Projekts Weiter Schreiben – Interventionen und dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge, gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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